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Lesung und Gespräch mit dem Autor Mukoma wa Ngugi (Kenia/USA)
Montag, 16. März 2015, 19:30 Uhr
Haus der Niederlande, Alter Steinweg 6/7, 48143 Münster
Eintritt: 8,00 € / 4,00 € ermäßigt
Vorverkauf: ROSTA Buchladen, Aegidiistraße 12 und Buchhandlung Der Wunderkasten, Michaelweg 66, Münster
In Münster stellt Mukoma wa Ngugi die deutsche Ausgabe seines Krimis „Black Star Nairobi“ zum ersten Mal vor. Denn hier beginnt er auf Einladung der Afrika Kooperative im März seine Lesereise durch Deutschland. Das Gespräch mit Mukoma wa Ngugi führt der Afrikanist und Literaturwissenschaftler Thomas Brückner. Er liest auch den deutschen Text und übersetzt.
Im Dezember 2007 findet in Kenia gerade ein von Gewalttaten begleiteter Wahlkampf statt und in den USA kündigt Barack Obama, dessen Vater aus Kenia stammt, seine Präsidentschaftskandidatur an. In jenen Wochen untersuchen Ishmael und O, zwei Detektive, den Mord an einem offensichtlich bedeutenden Mann im berüchtigten Ngong-Wald, in der Nähe Nairobis. Als sie in die Stadt zurückkommen, explodiert in einem Hotel, das von einflussreichen Kenianern und reichen Ausländern frequentiert wird, eine Bombe. Weil Amerikaner unter den Opfern sind, ermittelt auch die CIA, die al Qaida oder somalische Islamisten hinter dem Terroranschlag vermutet. Die beiden Detektive sehen Verbindungen zwischen ihrem Mordfall sowie dem Bombenanschlag und entdecken bei einer heftigen, aufregenden Jagd durch Kenia, Mexiko, die USA und Kanada einen politisch brisanten Hintergrund: Eine internationale Geheimorganisation von hohen politischen Beamten und Managern, die das Ziel verfolgt, sich zuspitzende Probleme aus Gewalt, Korruption und Armut durch Morde an führenden afrikanischen Politikern zu bekämpfen. In Kenia soll das erste Exempel statuiert werden.
Mukoma wa Ngugi zeichnet spannend und differenziert ein realistisches Bild Afrikas, seinen ausweglos scheinenden Konflikten, den führenden und den verarmten Schichten, aber auch von Menschen, die sich mit diesen Verhältnissen nicht zufrieden geben. (Nach einem Text des Transit-Verlages).
Mukoma wa Ngugi wurde 1971 als Sohn des weltbekannten kenianischen Schriftstellers Ngugi wa Thiong’o in Evanston, Illinois/USA geboren, wuchs in Kenia auf, konnte dann Ende der achtziger Jahre dank seines amerikanischen Passes in die USA ausreisen und dort studieren. Er arbeitet als Literaturprofessor und schreibt als politischer Journalist für die BBC und afrikanische Zeitungen. Sein erster Roman, „Nairobi Heat“, erschien 2009 und gewann zahlreiche Preise. Die deutsche Übersetzung wurde erst im letzten Sommer zum besten Krimi der Saison gewählt. Sein zweiter Roman, den er vor fast zwei Jahren unter dem Titel „Black Star Nairobi“ veröffentlichte, erscheint im Februar 2015 auf Deutsch.
Dr. Thomas Brückner studierte Afrikanistik, Kultur- und Literaturwissenschaften an der Universität Leipzig. Er ist Autor, Herausgeber, Übersetzer und Kulturvermittler, vornehmlich auf dem Gebiet der Literaturen und Kulturen der Länder des Südens. Zu seinen Übersetzungen zählen viele Werke afrikanischer AutorInnen, u.a. von Ngugi wa Thing’o und Meja Mwangi.
Diese Veranstaltung der Afrika Kooperative wird unterstützt von Engagement Global und dem Kulturamt der Stadt Münste
Haus der Niederlande, Alter Steinweg 6/7, 48143 Münster
Eintritt: 8,00 € / 4,00 € ermäßigt
Vorverkauf: ROSTA Buchladen, Aegidiistraße 12 und Buchhandlung Der Wunderkasten, Michaelweg 66, Münster
In Münster stellt Mukoma wa Ngugi die deutsche Ausgabe seines Krimis „Black Star Nairobi“ zum ersten Mal vor. Denn hier beginnt er auf Einladung der Afrika Kooperative im März seine Lesereise durch Deutschland. Das Gespräch mit Mukoma wa Ngugi führt der Afrikanist und Literaturwissenschaftler Thomas Brückner. Er liest auch den deutschen Text und übersetzt.
Im Dezember 2007 findet in Kenia gerade ein von Gewalttaten begleiteter Wahlkampf statt und in den USA kündigt Barack Obama, dessen Vater aus Kenia stammt, seine Präsidentschaftskandidatur an. In jenen Wochen untersuchen Ishmael und O, zwei Detektive, den Mord an einem offensichtlich bedeutenden Mann im berüchtigten Ngong-Wald, in der Nähe Nairobis. Als sie in die Stadt zurückkommen, explodiert in einem Hotel, das von einflussreichen Kenianern und reichen Ausländern frequentiert wird, eine Bombe. Weil Amerikaner unter den Opfern sind, ermittelt auch die CIA, die al Qaida oder somalische Islamisten hinter dem Terroranschlag vermutet. Die beiden Detektive sehen Verbindungen zwischen ihrem Mordfall sowie dem Bombenanschlag und entdecken bei einer heftigen, aufregenden Jagd durch Kenia, Mexiko, die USA und Kanada einen politisch brisanten Hintergrund: Eine internationale Geheimorganisation von hohen politischen Beamten und Managern, die das Ziel verfolgt, sich zuspitzende Probleme aus Gewalt, Korruption und Armut durch Morde an führenden afrikanischen Politikern zu bekämpfen. In Kenia soll das erste Exempel statuiert werden.
Mukoma wa Ngugi zeichnet spannend und differenziert ein realistisches Bild Afrikas, seinen ausweglos scheinenden Konflikten, den führenden und den verarmten Schichten, aber auch von Menschen, die sich mit diesen Verhältnissen nicht zufrieden geben. (Nach einem Text des Transit-Verlages).
Mukoma wa Ngugi wurde 1971 als Sohn des weltbekannten kenianischen Schriftstellers Ngugi wa Thiong’o in Evanston, Illinois/USA geboren, wuchs in Kenia auf, konnte dann Ende der achtziger Jahre dank seines amerikanischen Passes in die USA ausreisen und dort studieren. Er arbeitet als Literaturprofessor und schreibt als politischer Journalist für die BBC und afrikanische Zeitungen. Sein erster Roman, „Nairobi Heat“, erschien 2009 und gewann zahlreiche Preise. Die deutsche Übersetzung wurde erst im letzten Sommer zum besten Krimi der Saison gewählt. Sein zweiter Roman, den er vor fast zwei Jahren unter dem Titel „Black Star Nairobi“ veröffentlichte, erscheint im Februar 2015 auf Deutsch.
Dr. Thomas Brückner studierte Afrikanistik, Kultur- und Literaturwissenschaften an der Universität Leipzig. Er ist Autor, Herausgeber, Übersetzer und Kulturvermittler, vornehmlich auf dem Gebiet der Literaturen und Kulturen der Länder des Südens. Zu seinen Übersetzungen zählen viele Werke afrikanischer AutorInnen, u.a. von Ngugi wa Thing’o und Meja Mwangi.
Diese Veranstaltung der Afrika Kooperative wird unterstützt von Engagement Global und dem Kulturamt der Stadt Münste
Benefizkonzert der Afrika Kooperative
für die Hochwasser-Opfer in Münster: Die gesamten Einnahmen gehen auf das Konto der WN-Spendenaktion zum »Münster-Unwetter«.
Samstag, 6. September
Einlass ab 19.00 Uhr, Beginn 20.00 Uhr
Aula am Aasee, Scharnhorststr. 100, 48151 Münster
Eintritt: 10,00 €, nur Abendkasse, kein VVK!
Aly Keita & Band (Elfenbeinküste/Berlin)
Aly Keita stammt aus einer Malinké-Familie, die seit Generationen den Beruf des »Griot« (traditionelle Sänger und Musiker) ausübt. Auf dem traditionellen pentatonischen Balaphon lernte er in Mali zunächst bei Zouratié Coulibaly. Das Balaphon passt er an verschiedene Musikstile an, was ihm zahlreiche internationale Begegnungen ermöglicht. Das afrikanische Balaphon wird mit Schlaghölzern gespielt und ist zugleich Rhythmus- und Melodie-Instrument.
Das afrikanische Kollektiv Mama Afrika setzt sich aus Percussionisten, Tänzer/innen, Akrobaten sowie Sängern zusammen, dessen Repertoire auf explodierenden Rhythmen der Sabar und Djembe-Trommeln, gepaart mit prägnanten Phrasen der kleinen Tama-Sanduhrtrommel sowie den harmonischen Klängen des Balaphons und der Kora, beruht. Die Künstler von Mama Afrika fühlen sich ihrer reichhaltigen Tradition Afrikas verpflichtet und sind wahre Meister auf ihren Instrumenten, was sie bei ihren zahlreichen Konzerten schon mehrfach bewiesen haben. Gemeinsam erobern sie die Herzen der Zuhörer mit ihren einzigartigen Auftritten, aber verlieren dabei niemals den Blick auf die interkulturelle Vermittlung ihrer Aktivitäten zur Förderung von gegenseitigem Respekt und Verständnis. Ein Leben ohne Musik ist für sie unvorstellbar, denn Musik bedeutet Leben in Afrika.
Jano Akono (Kamerun)
African Percussion
Worldmusic, Theater for Kids, Acrobatic Shows, Workshops since 1989Swing Valse, Chanson und Jazz Manouche mit Django-Gitarre & Knopfakkordeon
Trommelgruppe der Musikschule Wolbeck
Veranstalter: Afrika Kooperative e.V. mit Unterstützung von GUCC grafik & film, na dann …, WWU Münster, Kulturamt und Integrationsrat der Stadt Münster, Schallwand, MZ sowie verschiedenen afrikanischen Vereinen.
Die Westfälischen Nachrichten berichten über das Benefizkonzert, zum Artikel.
Lesung und Gespräch mit Ellen Banda-Aaku (Sambia/GB) über ihren Roman »Patchwork«
Freitag, 28. November 2014, 19.30 Uhr
Haus der Niederlande, Alter Steinweg 6/7, 48143 Münster
Hinweis: Die Lesung sollte ursprünglich im Forum 1 der Volkshochschule stattfinden. Wegen des Weihnachtsmarkts auf dem Aegidiimarkt, wurde sie in das Haus der Niederlande verlegt.
Eintritt: 6 Euro / 3 Euro ermäßigt
Vorverkauf: ROSTA Buchladen, Aegidiistraße 12, Münster
Pumpkin, ein unehelich geborenes Mädchen, ist schon als Kind gezwungen, ein Netz aus Lügen zu erfinden, um die Fassade einer intakten Familie aufrechtzuerhalten. Ihr Vater, ein reicher Geschäftsmann mit politischem Ehrgeiz, lebt an einem anderen Ort mit einer anderen Familie. Ihre Mutter, eine der elegantesten Frauen des Viertels, ist Alkoholikerin. Ihre Großmutter, Besitzerin einer Bar, hasst den Vater so sehr, wie ihn die Mutter liebt. Als die Fassade zu bröckeln beginnt und Pumpkins Vater den Alkoholismus der Mutter entdeckt, nimmt er das Mädchen mit zu seiner Familie, einem Ort, an dem sie Verachtung und Ausgrenzung erwarten. Auch als erwachsene Frau und Mutter wird Pumpkin noch die größten Schwierigkeiten haben, das zusammengeflickte Patchwork ihrer eigenen Lügen (und der Lügen anderer Menschen) zu durchschauen und zu entwirren.
Das Schicksal dreier Frauengenerationen mit ihren Entbehrungen und Lieben, ihren Ängsten und Hoffnungen, ihren Geschlechterrollen und Ambitionen schildert Ellen Banda-Aaku in ihrem Roman »Patchwork«. Den Hintergrund der Erzählung bildet die aufgeheizte wie lähmende Atmosphäre im nachkolonialen Sambia der 1970er Jahre.
Ellen Banda-Aaku wurde 1965 in England geboren und wuchs in Sambia und anderen afrikanischen Ländern auf. Sie studierte an der Universität der sambischen Hauptstadt Lusaka. Für »Patchwork«, ihrem ersten Buch für Erwachsene, erhielt sie 2010 den »Penguin Prize for African Writing«. Die Schriftstellerin lebt heute in London.
Das Gespräch mit Ellen Banda-Aaku moderiert und übersetzt die in Münster lebende Schriftstellerin Sabrina Janesch. Den deutschen Text liest Marion von Hagen.
Die Durchführung der Veranstaltung wird unterstützt von Engagement Global, dem Kulturamt und dem Integrationsamt der Stadt Münster.
Haus der Niederlande, Alter Steinweg 6/7, 48143 Münster
Hinweis: Die Lesung sollte ursprünglich im Forum 1 der Volkshochschule stattfinden. Wegen des Weihnachtsmarkts auf dem Aegidiimarkt, wurde sie in das Haus der Niederlande verlegt.
Eintritt: 6 Euro / 3 Euro ermäßigt
Vorverkauf: ROSTA Buchladen, Aegidiistraße 12, Münster
Pumpkin, ein unehelich geborenes Mädchen, ist schon als Kind gezwungen, ein Netz aus Lügen zu erfinden, um die Fassade einer intakten Familie aufrechtzuerhalten. Ihr Vater, ein reicher Geschäftsmann mit politischem Ehrgeiz, lebt an einem anderen Ort mit einer anderen Familie. Ihre Mutter, eine der elegantesten Frauen des Viertels, ist Alkoholikerin. Ihre Großmutter, Besitzerin einer Bar, hasst den Vater so sehr, wie ihn die Mutter liebt. Als die Fassade zu bröckeln beginnt und Pumpkins Vater den Alkoholismus der Mutter entdeckt, nimmt er das Mädchen mit zu seiner Familie, einem Ort, an dem sie Verachtung und Ausgrenzung erwarten. Auch als erwachsene Frau und Mutter wird Pumpkin noch die größten Schwierigkeiten haben, das zusammengeflickte Patchwork ihrer eigenen Lügen (und der Lügen anderer Menschen) zu durchschauen und zu entwirren.
Das Schicksal dreier Frauengenerationen mit ihren Entbehrungen und Lieben, ihren Ängsten und Hoffnungen, ihren Geschlechterrollen und Ambitionen schildert Ellen Banda-Aaku in ihrem Roman »Patchwork«. Den Hintergrund der Erzählung bildet die aufgeheizte wie lähmende Atmosphäre im nachkolonialen Sambia der 1970er Jahre.
Ellen Banda-Aaku wurde 1965 in England geboren und wuchs in Sambia und anderen afrikanischen Ländern auf. Sie studierte an der Universität der sambischen Hauptstadt Lusaka. Für »Patchwork«, ihrem ersten Buch für Erwachsene, erhielt sie 2010 den »Penguin Prize for African Writing«. Die Schriftstellerin lebt heute in London.Das Gespräch mit Ellen Banda-Aaku moderiert und übersetzt die in Münster lebende Schriftstellerin Sabrina Janesch. Den deutschen Text liest Marion von Hagen.
Die Durchführung der Veranstaltung wird unterstützt von Engagement Global, dem Kulturamt und dem Integrationsamt der Stadt Münster.
Lesung und Gespräch mit Scholastique Mukasonga (Ruanda/F)
Dienstag, 14. Oktober 2014, 19.30 Uhr
Volkshochschule (VHS), Forum 1,
Aegidiimarkt 3, 48143 Münster
Eintritt: 6,00 € / 3,00 € ermäßigt
Vorverkauf: ROSTA Buchladen, Aegidiistraße 12, Münster
In einem abgeschiedenen Mädchenpensionat mit dem Namen Heilige Jungfrau vom Nil wird in den 1970er Jahren die weibliche Elite des jungen Staates Ruanda herangezogen. Nur 10 Prozent der Schülerinnen dürfen der Volksgruppe der Tutsi angehören. - Mit einem nüchternen Blick erzählt Scholastique Mukasonga in ihrem Roman »Die Heilige Jungfrau vom Nil« die Geschichte eines schwelenden Konfliktes zwischen Hutu und Tutsi, der 1994 in dem brutalen Völkermord gipfelt.
Scholastique Mukasonga wurde 1956 in Ruanda geboren. Im Alter von 17 Jahren ging sie ins Exil nach Burundi. Ein Großteil der Familie Mukasongas, die jetzt in Frankreich lebt, zählt zu den Opfern des Genozids von 1994. In Frankreich wurde Mukasongas Roman »Die Heilige Jungfrau vom Nil« mit dem »Prix Renaudot« ausgezeichnet.
Das Gespräch mit der Autorin moderiert und übersetzt der Germanist Dr. Moustapha Diallo.
Aus dem Roman liest die Sprecherin Sarah Giese.
Die Durchführung der Veranstaltung wird unterstützt von Engagement Global, dem Kulturamt und dem Integrationsamt der Stadt Münster
Volkshochschule (VHS), Forum 1,
Aegidiimarkt 3, 48143 Münster
Eintritt: 6,00 € / 3,00 € ermäßigt
Vorverkauf: ROSTA Buchladen, Aegidiistraße 12, Münster
In einem abgeschiedenen Mädchenpensionat mit dem Namen Heilige Jungfrau vom Nil wird in den 1970er Jahren die weibliche Elite des jungen Staates Ruanda herangezogen. Nur 10 Prozent der Schülerinnen dürfen der Volksgruppe der Tutsi angehören. - Mit einem nüchternen Blick erzählt Scholastique Mukasonga in ihrem Roman »Die Heilige Jungfrau vom Nil« die Geschichte eines schwelenden Konfliktes zwischen Hutu und Tutsi, der 1994 in dem brutalen Völkermord gipfelt.
Scholastique Mukasonga wurde 1956 in Ruanda geboren. Im Alter von 17 Jahren ging sie ins Exil nach Burundi. Ein Großteil der Familie Mukasongas, die jetzt in Frankreich lebt, zählt zu den Opfern des Genozids von 1994. In Frankreich wurde Mukasongas Roman »Die Heilige Jungfrau vom Nil« mit dem »Prix Renaudot« ausgezeichnet.
Das Gespräch mit der Autorin moderiert und übersetzt der Germanist Dr. Moustapha Diallo.
Aus dem Roman liest die Sprecherin Sarah Giese.
Die Durchführung der Veranstaltung wird unterstützt von Engagement Global, dem Kulturamt und dem Integrationsamt der Stadt Münster
Lesung und Gespräch mit der Autorin Lola Shoneyin (Nigeria)
Freitag, 29. August 2014, 19.30 Uhr
VHS, Forum 1, Aegidiimarkt 3, Münster
Eintritt:
8,00 € / 4,00 € ermäßigt
(Vorverkauf: ROSTA-Buchladen, Aegidiistraße 12, 48143 Münster)
Kooperationsveranstaltung mit der Büchergilde und dem ROSTA Buchladen.
Es kriselt im Haus des Patriarchen Baba Segi und seiner drei Frauen, als mit der jungen Bolanle, der vierten Ehefrau und neuen Rivalin, die gewohnten Verhältnisse durcheinander geraten. Alle vier Frauen hüten sorgsam ihre Geheimnisse und alle fürchten deren Aufdeckung.
In ihrem Roman »Die geheimen Leben der Frauen des Baba Segi« schildert Shoneyin mit Klugheit und Humor eine polygame Ehe im heutigen Nigeria. Sie gibt Einblick in die Zwänge der Gesellschaft, in der unverheiratete Frauen am Rande der Gesellschaft leben und ein Mann Ansehen genießt, wenn er über viele Frauen und Kinder verfügt.
Lola Shoneyin ist 1974 in Ibadan, Nigeria, geboren und unterrichtet heute in der nigerianischen Hauptstadt Abuja die Fächer Englisch und Schauspiel. Sie ist mit Olaokun Soyinka, einem Arzt und Sohn des Nobelpreisträgers Wole Soyinka verheiratet und hat vier Kinder. Ihr Debütroman »Die geheimen Leben der Frauen des Baba Segi« wurde bereits in fünf Sprachen übersetzt und erscheint auf Deutsch in Ilja Tojanows Reihe »Weltlese – Lesereisen ins Unbekannte« (Edition Büchergilde).
Holger Ehling führt und übersetzt das Gespräch mit Lola Shoneyin über den Roman und die politische Situation, die durch den Terror der Boko Haram überschattet ist.
Auszüge aus dem Roman liest Beate Reker.
VHS, Forum 1, Aegidiimarkt 3, Münster
Eintritt:
8,00 € / 4,00 € ermäßigt
(Vorverkauf: ROSTA-Buchladen, Aegidiistraße 12, 48143 Münster)
Kooperationsveranstaltung mit der Büchergilde und dem ROSTA Buchladen.
Es kriselt im Haus des Patriarchen Baba Segi und seiner drei Frauen, als mit der jungen Bolanle, der vierten Ehefrau und neuen Rivalin, die gewohnten Verhältnisse durcheinander geraten. Alle vier Frauen hüten sorgsam ihre Geheimnisse und alle fürchten deren Aufdeckung.
In ihrem Roman »Die geheimen Leben der Frauen des Baba Segi« schildert Shoneyin mit Klugheit und Humor eine polygame Ehe im heutigen Nigeria. Sie gibt Einblick in die Zwänge der Gesellschaft, in der unverheiratete Frauen am Rande der Gesellschaft leben und ein Mann Ansehen genießt, wenn er über viele Frauen und Kinder verfügt.
Lola Shoneyin ist 1974 in Ibadan, Nigeria, geboren und unterrichtet heute in der nigerianischen Hauptstadt Abuja die Fächer Englisch und Schauspiel. Sie ist mit Olaokun Soyinka, einem Arzt und Sohn des Nobelpreisträgers Wole Soyinka verheiratet und hat vier Kinder. Ihr Debütroman »Die geheimen Leben der Frauen des Baba Segi« wurde bereits in fünf Sprachen übersetzt und erscheint auf Deutsch in Ilja Tojanows Reihe »Weltlese – Lesereisen ins Unbekannte« (Edition Büchergilde). Holger Ehling führt und übersetzt das Gespräch mit Lola Shoneyin über den Roman und die politische Situation, die durch den Terror der Boko Haram überschattet ist.
Auszüge aus dem Roman liest Beate Reker.
Konzert mit Bouba & Friends
Samstag, 21. Juni 2014, 18.00 Uhr
Afrikanischer Markt im Rathausinnenhof
Die Musik von Bouba & Friends ist eine Mischung aus verschiedenen afrikanischen und karibischen Rhythmen.
Bei Bouba and Friends dürfen sich die Zuhörer auf temperamentvolle Interpretationen freuen, aus der die Leidenschaft der Musik spricht. Alle Songs und Arrangements stammen aus eigener Feder. Und vor allem: jedes Stück ist tanzbar.
Das Ziel von Bouba & Friends ist es, die Menschen mit ihrer Musik zu begeistern. Das Afrika Festival ist die Gelegenheit, mit vielen Menschen verschiedener Nationen durch die Musik in Kommunikation zu treten und auf die musikalische Weltreise zu nehmen.
Die verwendeten Instrumente sind die E-Bass, E-Gitarre, Djembe, Congas und Saxophon, Keyboard und je nach Veranstaltung die »Cord« ein traditionelles westafrikanisches Instrument.
Afrikanischer Markt im Rathausinnenhof
Die Musik von Bouba & Friends ist eine Mischung aus verschiedenen afrikanischen und karibischen Rhythmen.
Bei Bouba and Friends dürfen sich die Zuhörer auf temperamentvolle Interpretationen freuen, aus der die Leidenschaft der Musik spricht. Alle Songs und Arrangements stammen aus eigener Feder. Und vor allem: jedes Stück ist tanzbar.
Das Ziel von Bouba & Friends ist es, die Menschen mit ihrer Musik zu begeistern. Das Afrika Festival ist die Gelegenheit, mit vielen Menschen verschiedener Nationen durch die Musik in Kommunikation zu treten und auf die musikalische Weltreise zu nehmen.
Die verwendeten Instrumente sind die E-Bass, E-Gitarre, Djembe, Congas und Saxophon, Keyboard und je nach Veranstaltung die »Cord« ein traditionelles westafrikanisches Instrument.
Konzert Papa Africa Band
Samstag, 21. Juni 2014, 16.00 Uhr
Afrikanischer Markt im Rathausinnenhof
Afrikanischer Markt im Rathausinnenhof
Jean Eone, alias »Papa Africa« aus Kamerun verbindet Reggae, Funk, Soul und Rock zu einer unverwechselbaren, dynamischen und vor allem tanzbaren Mischung, die in Englisch, Französisch und Creole dargeboten wird.
Afrikanischer Markt – Konzerte
Samstag, 21. Juni 2014, im Rathausinnenhof
Sonntag, 22. Juni 2014, im Rathausinnenhof
- 11.30 Uhr: Kinderprogramm mit der Trommelgruppe Kpanlogo der Musikschule Wolbeck
- 14.00 Uhr: Überraschungskonzert aus Westafrika für Kinder und Erwachsene
- 16.00 Uhr: Konzert der Gruppe Papa Africa Band
- 18.00 Uhr: Konzert mit Bouba & Friends
Sonntag, 22. Juni 2014, im Rathausinnenhof
- 14.00 Uhr: Konzert der Gruppe Jano Akono aus Kamerun/Deutschland
- 15.00 Uhr: Konzert mit der Gruppe Afrikunda aus Senegal
- 16.00 Uhr: Konzert der Gruppe Jano Akono aus Kamerun/Deutschland
Konzert mit der Gruppe Afrikunda aus Senegal
Sonntag, 22. Juni 2014, 16.00 Uhr
Afrikanischer Markt im Rathausinnenhof
Die Band Afrikunda – „ die afrikanische Familie“ – wurde 2007 in Deutschland gegründet. Ihre Musiker Paul, Malick und Diatta sind Mitbegründer der bekannten Gruppe Mama Africa Abéné.
Sie sorgen mit ihren Rhythmen und Liedern, die sie aus ihrer Heimat, dem Südsenegal, und auch aus anderen westafrikanischen Ländern mitgebracht haben, überall für eine ausgelassene und afrikanische Stimmung.
Zu jedem ihrer Stücke gehört eine Geschichte aus der Kultur des Senegals. Sie verbindet die Musiker mit ihren Wurzeln und so mit ihrer eigenen Geschichte.
Die Rhythmen sind Leidenschaft und gehen unter die Haut.
Tauchen Sie ein in die afrikanischen Klänge und lassen Sie sich begeistern von den Rhythmen, der wahren Lebensfreude Afrikas und der kraftvollen Musik.
Erleben Sie mit uns ein unvergessliches Konzert.
Afrikanischer Markt im Rathausinnenhof
Die Band Afrikunda – „ die afrikanische Familie“ – wurde 2007 in Deutschland gegründet. Ihre Musiker Paul, Malick und Diatta sind Mitbegründer der bekannten Gruppe Mama Africa Abéné.
Sie sorgen mit ihren Rhythmen und Liedern, die sie aus ihrer Heimat, dem Südsenegal, und auch aus anderen westafrikanischen Ländern mitgebracht haben, überall für eine ausgelassene und afrikanische Stimmung.
Zu jedem ihrer Stücke gehört eine Geschichte aus der Kultur des Senegals. Sie verbindet die Musiker mit ihren Wurzeln und so mit ihrer eigenen Geschichte.
Die Rhythmen sind Leidenschaft und gehen unter die Haut.
Tauchen Sie ein in die afrikanischen Klänge und lassen Sie sich begeistern von den Rhythmen, der wahren Lebensfreude Afrikas und der kraftvollen Musik.
Erleben Sie mit uns ein unvergessliches Konzert.
Konzert der Gruppe Jano Akono aus Kamerun/Deutschland
Samstag, 22. Juni 2014, 14.00 Uhr und 16.00 Uhr
Afrikanischer Markt im Rathausinnenhof
»… Wenn der gebürtige Kameruner Jeannot Akono mit den Musikern Dieter Schlierkamp, Christian Schürmann, Flo Scheuer und Matthias Kersting auf der Bühne zusammen Musik machen, ist das so, als wäre man mit wenigen Schritten in einer neuen Welt …«
Mit diesem Pressezitat ist auch schon fast alles gesagt. Denn es handelt sich dabei um Klänge, die in diesen unseren Breiten nicht häufig zu hören sind. Der Stil wird von der Band mittlerweile selbst »African Percussion« genannt, bei der die klassisch afrikanischen Melodien mit meist auf französisch vorgetragenen Texten teils von melancholischer Mandoline, teils von feurigen Percussions untermalt werden.
Die Musiker neben Jeannot spielen in den Bands »Plattrock« und »Nerd Academy«, und alle haben diese afrikanische Musik für sich entdeckt. Der Rhythmus geht direkt in’s Blut, und wer sich darauf einlässt, der wird von den Konzerten von »Jano Akono« begeistert sein.
Jano Akono wird das Festival am Sonntag, den 22.06.2014 abschließen. An dem Tag gibt es in der Zeit von 10.00 – 18.00 Uhr auf dem Rathausinnenhof Infostände und Vorführungen verschiedener afrikanischer Vereine und Künstler, es werden afrikanische Spezialitäten angeboten und mit »African Percussion« von Jano Akono wird zum Festivalabschluss ein echtes Highlight an afrikanischer Open-Air-Musik stattfinden. Das Konzert beginnt um ca. 14.00 Uhr auf dem Rathausinnenhof in der Klemensstr. 1.
Man könnte meinen, »Business as usual«, getreu dem Motto des diesjährigen Afrika-Festivals. Denn die Band ist »Stammgast« am Abschluss-Sonntag des Festivals. Doch der diesjährige Auftritt von Jano Akono birgt Licht und Schatten. Denn einerseits ist die brandneue CD »Mawumba« mit im Gepäck, die die Band gern vorstellen möchte.
Andererseits wird dieses Konzert das letzte der Band sein, da sie sich an diesem Tage nach 14 Jahren aus persönlichen Gründen auflösen wird. Dies ist somit die letzte Gelegenheit, ein originales »Jano-Akono«-Konzert live zu erleben.
Alle Infos über die Band gibt es auf www.jano-akono.de.
Der Eintritt ist frei! Die Band und die Veranstalter freuen sich auf zahlreiche Besucher.
Afrikanischer Markt im Rathausinnenhof
»… Wenn der gebürtige Kameruner Jeannot Akono mit den Musikern Dieter Schlierkamp, Christian Schürmann, Flo Scheuer und Matthias Kersting auf der Bühne zusammen Musik machen, ist das so, als wäre man mit wenigen Schritten in einer neuen Welt …«
Die Musiker neben Jeannot spielen in den Bands »Plattrock« und »Nerd Academy«, und alle haben diese afrikanische Musik für sich entdeckt. Der Rhythmus geht direkt in’s Blut, und wer sich darauf einlässt, der wird von den Konzerten von »Jano Akono« begeistert sein.
Jano Akono wird das Festival am Sonntag, den 22.06.2014 abschließen. An dem Tag gibt es in der Zeit von 10.00 – 18.00 Uhr auf dem Rathausinnenhof Infostände und Vorführungen verschiedener afrikanischer Vereine und Künstler, es werden afrikanische Spezialitäten angeboten und mit »African Percussion« von Jano Akono wird zum Festivalabschluss ein echtes Highlight an afrikanischer Open-Air-Musik stattfinden. Das Konzert beginnt um ca. 14.00 Uhr auf dem Rathausinnenhof in der Klemensstr. 1.
Man könnte meinen, »Business as usual«, getreu dem Motto des diesjährigen Afrika-Festivals. Denn die Band ist »Stammgast« am Abschluss-Sonntag des Festivals. Doch der diesjährige Auftritt von Jano Akono birgt Licht und Schatten. Denn einerseits ist die brandneue CD »Mawumba« mit im Gepäck, die die Band gern vorstellen möchte.
Andererseits wird dieses Konzert das letzte der Band sein, da sie sich an diesem Tage nach 14 Jahren aus persönlichen Gründen auflösen wird. Dies ist somit die letzte Gelegenheit, ein originales »Jano-Akono«-Konzert live zu erleben.
Alle Infos über die Band gibt es auf www.jano-akono.de.
Der Eintritt ist frei! Die Band und die Veranstalter freuen sich auf zahlreiche Besucher.
Gintersdorfer Klaßen (Kongo/Ruanda)
Samstag, 24. Mai 2014, 20.00 Uhr
DAS NEUE SCHWARZE DENKEN – CHEFFERIE
Eine Chefferie ist eine politische und administrative Einheit, die es vor der Kolonialisierung in vielen Ländern Sub-Sahara-Afrikas gegegeben hat, und die auch heute parallel zu staatlichen Organisationen nach eigenen Grundsätzen funktioniert. Die Chefferie, was so viel bedeutet wie viele Chefs und Chefinnen – nur oben, kein unten – ist darüber hinaus eine Vision, die das Darstellerteam der Produktion »La nouvelle pensée noire / Das neue schwarze Denken« in seiner Zusammensetzung und Arbeitsweise verkörpert. Für diese Produktion erweiterte das Künstlerduo Gintersdorfer/Klaßen sein bisheriges deutsch-ivorisches Ensemble erstmals um zehn neue Performer/innen aus der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda. Ausgehend von der Frage »Wie konstruiert man afrikanische Identität?« beschäftigen sich die Performer/innen mit verschiedenen Spielarten des Panafrikanismus und seinen aktuellen und historischen Deutungen, einer Debatte, die dem deutschen Publikum weitgehend unbekannt ist. Westliche Feminismus- und Gendertheorien sind dabei ebenso Thema wie nationale Regierungsprogramme und Musik-, Tanz- und Modestile in Kinshasa, Kigali und Abidjan.
In den vier Aufführungs- und Probenstationen – Kinshasa, Kigali, München und Brüssel – wird sich die Produktion stetig weiterentwickeln. Begleitend erscheinen vier Editionen der Publikation »Heft der Akteure / Cahiers des acteurs« mit Essays und Statements der Performer/innen.
DAS NEUE SCHWARZE DENKEN – CHEFFERIE
Eine Chefferie ist eine politische und administrative Einheit, die es vor der Kolonialisierung in vielen Ländern Sub-Sahara-Afrikas gegegeben hat, und die auch heute parallel zu staatlichen Organisationen nach eigenen Grundsätzen funktioniert. Die Chefferie, was so viel bedeutet wie viele Chefs und Chefinnen – nur oben, kein unten – ist darüber hinaus eine Vision, die das Darstellerteam der Produktion »La nouvelle pensée noire / Das neue schwarze Denken« in seiner Zusammensetzung und Arbeitsweise verkörpert. Für diese Produktion erweiterte das Künstlerduo Gintersdorfer/Klaßen sein bisheriges deutsch-ivorisches Ensemble erstmals um zehn neue Performer/innen aus der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda. Ausgehend von der Frage »Wie konstruiert man afrikanische Identität?« beschäftigen sich die Performer/innen mit verschiedenen Spielarten des Panafrikanismus und seinen aktuellen und historischen Deutungen, einer Debatte, die dem deutschen Publikum weitgehend unbekannt ist. Westliche Feminismus- und Gendertheorien sind dabei ebenso Thema wie nationale Regierungsprogramme und Musik-, Tanz- und Modestile in Kinshasa, Kigali und Abidjan.
In den vier Aufführungs- und Probenstationen – Kinshasa, Kigali, München und Brüssel – wird sich die Produktion stetig weiterentwickeln. Begleitend erscheinen vier Editionen der Publikation »Heft der Akteure / Cahiers des acteurs« mit Essays und Statements der Performer/innen.
Panaibra Gabriel Canda (Mosambik)
Samstag, 12. April 2014, 20.00 Uhr
POINT OF INTERSECTION
Panaibra Canda ist der spannendste Choreograf Mosambiks. Einer, der die postkolonialen Verwerfungen seines Landes so vieldeutig wie kein anderer spiegelt. Seine Stücke brennen vor Gegenwart. In „Time and Spaces: The Marrabenta Solos“ hat Canda die Vorstellung eines „afrikanischen Körpers“ hinterfragt. Als Projektionsfläche. Auf der Suche nach dem freien Ausdruck. In „Borderlines“ hat er behinderte und nichtbehinderte Tänzer zusammengebracht. Versehrte an Leib und Seele. In seiner jüngsten Arbeit „Point of Intersection“ stellt er Zeichen der Macht in den Bühnenraum. Versinnbildlicht durch Stühle. Die stehen für gewachsene Strukturen, Zugehörigkeit. Für das Alte, Festgefahrene. Seine vier Tänzer – die verschiedenen Generationen angehören – entfesseln darum einen Fight. Kämpfen um ihren Platz im Leben. In der Geschichte. Mal spielerisch, mal dringlich. „Tanz hilft zu verstehen, dass jeder Schritt unser eigener und politisch ist – für unsere Freiheit“, so Candas Credo.
POINT OF INTERSECTION
Panaibra Canda ist der spannendste Choreograf Mosambiks. Einer, der die postkolonialen Verwerfungen seines Landes so vieldeutig wie kein anderer spiegelt. Seine Stücke brennen vor Gegenwart. In „Time and Spaces: The Marrabenta Solos“ hat Canda die Vorstellung eines „afrikanischen Körpers“ hinterfragt. Als Projektionsfläche. Auf der Suche nach dem freien Ausdruck. In „Borderlines“ hat er behinderte und nichtbehinderte Tänzer zusammengebracht. Versehrte an Leib und Seele. In seiner jüngsten Arbeit „Point of Intersection“ stellt er Zeichen der Macht in den Bühnenraum. Versinnbildlicht durch Stühle. Die stehen für gewachsene Strukturen, Zugehörigkeit. Für das Alte, Festgefahrene. Seine vier Tänzer – die verschiedenen Generationen angehören – entfesseln darum einen Fight. Kämpfen um ihren Platz im Leben. In der Geschichte. Mal spielerisch, mal dringlich. „Tanz hilft zu verstehen, dass jeder Schritt unser eigener und politisch ist – für unsere Freiheit“, so Candas Credo.
Kettly Noël & Kofi Kôkô (Mali)
Samstag, 5. April 2014, 20.00 Uhr
UN TANGO AVEC LE BARON
Koffi Kôkô stammt aus Benin, ist Tänzer, Choreograf, Kurator und Dozent. Seine Ensemble- und Soloarbeiten werden weltweit zu Festivals eingeladen. Die Tänzerin und Choreografin Kettly Noël zählt zu den aufregendsten Künstlerlinnen in Mali. Mit ihrem Zentrum Donko Seko in Bamako ist sie einer der afrikanischen Partner von „Dance Dialogues Africa“. Noël hat Kôkô die Einladung zum Tanz ausgesprochen. Was für eine vielversprechende Begegnung! Chab Touré, malischer Querdenker und Philosoph, hat die Produktion im Entstehen begleitet. Aus Dialogen und Selbstreflexionen, Momenten des Nachdenkens und Lachens, sind zwei Charaktere entstanden. Der Baron und sein weibliches Alter Ego. Die begegnen sich zum Bodytalk im Duett. Heben ab in die tänzerische Fantasie. So radikal poetisch wie die Gedanken von Chab Touré: Ich bin ein durchnässter Körper im Saft der Straße. Ich bin ein in allen Kriegen geschlagener Körper. Ich bin ein Körper mit rasendem Herzen.
UN TANGO AVEC LE BARON
Koffi Kôkô stammt aus Benin, ist Tänzer, Choreograf, Kurator und Dozent. Seine Ensemble- und Soloarbeiten werden weltweit zu Festivals eingeladen. Die Tänzerin und Choreografin Kettly Noël zählt zu den aufregendsten Künstlerlinnen in Mali. Mit ihrem Zentrum Donko Seko in Bamako ist sie einer der afrikanischen Partner von „Dance Dialogues Africa“. Noël hat Kôkô die Einladung zum Tanz ausgesprochen. Was für eine vielversprechende Begegnung! Chab Touré, malischer Querdenker und Philosoph, hat die Produktion im Entstehen begleitet. Aus Dialogen und Selbstreflexionen, Momenten des Nachdenkens und Lachens, sind zwei Charaktere entstanden. Der Baron und sein weibliches Alter Ego. Die begegnen sich zum Bodytalk im Duett. Heben ab in die tänzerische Fantasie. So radikal poetisch wie die Gedanken von Chab Touré: Ich bin ein durchnässter Körper im Saft der Straße. Ich bin ein in allen Kriegen geschlagener Körper. Ich bin ein Körper mit rasendem Herzen.
Vuyani Dance Theatre (Südafrika)
Samstag, 22. März 2014, 20.00 Uhr
WAKE UP
Gregory Maqoma ist eine Ikone der zeitgenössischen Tanzszene Südafrikas. Seine Arbeiten, die schon durch Europa, die USA und Südamerika getourt sind, atmen die pralle Dynamik der Rainbow Nation. Nicht weniger energiedurchflutet sind die Stücke des kongolesischen Tänzer-Choreografen Florent Mahoukou, künstlerischer Leiter des »Festival Street Dance« in Brazzaville. Ein Geschenk, dass die beiden sich getroffen und ihre Gemeinsamkeiten entdeckt haben. Ihre Choreografie »Wake Up« forscht nach den Räumen, die wir teilen. Und den Grenzen, die uns trennen. Zusammen zerrissen.
BETWEEN US
Ein weiteres Stück des »Vuyani DanceTheatre« läuft als Doppelabend mit »Wake Up«: das Duett »Between Us« des südafrikanischen Künstlers Fana Tshabalala. Der hat 2013 den renommierten »Standard Bank Young Artist Award« gewonnen. Und lotet hier zusammen mit Tänzer Thulani Chauke die Macht- und Missbrauchsgefälle in Beziehungen aus. In ganz eigener Bewegungssprache, changierend zwischen Anziehung und Distanz. Entstanden ist ein bildstarkes Männerstück, das Gregory Maqoma als Mentor begleitet hat.
WAKE UP
Gregory Maqoma ist eine Ikone der zeitgenössischen Tanzszene Südafrikas. Seine Arbeiten, die schon durch Europa, die USA und Südamerika getourt sind, atmen die pralle Dynamik der Rainbow Nation. Nicht weniger energiedurchflutet sind die Stücke des kongolesischen Tänzer-Choreografen Florent Mahoukou, künstlerischer Leiter des »Festival Street Dance« in Brazzaville. Ein Geschenk, dass die beiden sich getroffen und ihre Gemeinsamkeiten entdeckt haben. Ihre Choreografie »Wake Up« forscht nach den Räumen, die wir teilen. Und den Grenzen, die uns trennen. Zusammen zerrissen.
BETWEEN US
Ein weiteres Stück des »Vuyani DanceTheatre« läuft als Doppelabend mit »Wake Up«: das Duett »Between Us« des südafrikanischen Künstlers Fana Tshabalala. Der hat 2013 den renommierten »Standard Bank Young Artist Award« gewonnen. Und lotet hier zusammen mit Tänzer Thulani Chauke die Macht- und Missbrauchsgefälle in Beziehungen aus. In ganz eigener Bewegungssprache, changierend zwischen Anziehung und Distanz. Entstanden ist ein bildstarkes Männerstück, das Gregory Maqoma als Mentor begleitet hat.
Nobunto – Frauenpower aus Simbabwe
A capella
Samstag, 13. Dezember 2014, 21.00 UhrHot Jazz Club, Hafenweg 26 b, 48155 Münster
Tickets gibt es exklusiv im Hot Jazz Club oder online unter www.hotjazzclub.de
Trotz großer Wahlfälschungsvorwürfe hat sich Langzeit-Machthaber Robert Mugabe mit seinen mittlerweile 89 Jahren im letzten Jahr erneut zum politischen Oberhaupt Simbabwes erklärt. Mugabe war vor über dreißig Jahren erstmals als Kopf der Rebellen an die Macht gekommen, nachdem sich das damalige Südrhodesien nach seiner Unabhängigkeitserklärung 1965 einen langen und blutigen Kampf mit der herrschenden weißen Minderheit geleistet hatte. Erst 1980 ging dieser sogenannte Befreiungskrieg (»Chimurenga«) und damit die Zeit der kolonialen Unterdrückung endgültig zu Ende.
Unter der langen britischen Kolonialherrschaft wurden auch traditionelle kulturelle Ausdrucksformen, wie die Mbira-Musik aus der Shona-Kultur über viele Jahrzehnte unterdrückt und verboten. Von den christlichen Missionaren wurde die Mbira als »Teufelswerk« bezeichnet und auch die Mehrheit der Shona selbst nannten die Mbira-Musik in den 1950er Jahren noch primitiv und wertlos. Thomas Mapfumo war einer der ersten, der sich in den 1970er Jahren der damals noch verbotenen traditionellen Musik wieder zuwandte. Die tragische Ironie der Geschichte will es, dass er nun in im Exil in den USA leben muss, da seine kritischen Texte ins Visier von Präsident Mugabe geraten sind...
Obwohl bei den Shona die Mbira-Musik traditionell eine Männer-Domäne ist, ist die bekannteste Mbira-Persönlichkeit eine Frau. Bereits in den 1960er Jahren trotzte Stella Chiweshe allen Hindernissen und wird heute auch »Mbira Queen« und »Ambuya Chinyakare« (»Großmutter der traditionellen Musik«) genannt. Sie hat zahlreiche jüngere Künstlerinnen inspiriert und unterrichtet, darunter ihre Tochter Virgina Mukwesha und die leider im Juli 2013 jung verstorbene Chiwoniso Maraire.
Nun gibt es seit etwa zwei Jahren neue Frauenpower aus einer anderen, eigentlich auch Männer-dominierten, musikalischen Welt Simbabwes: Die fünfköpfige A-capella-Gruppe Nobuntu kommt aus der Stadt Bulawayo im Südwesten des landes, die häufig »Kulturhauptstadt Simbabwes« genannt wird. Sie ist das Herz der Ndebele-Kultur und gilt seit langer Zeit als Zentrum für traditionelle Musik, Tanz, Theater und auch der bildenden Kunst. Bei den Ndebele und auch anderen Zulu-Völkern gibt es eine wichtige Chorgesang- und A capella-Tradition. Bereits in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts entstand rund um die Industriegebiete in Natal und Johannesburg der Vokalstil »Mbube« (Zulu-Wort für »Löwe«), eine kunstvolle Stilistik, in der eine hohe Solo-Stimme von zumeist vier weiteren Stimmen begleitet wird. Die 1970er Jahre waren dann die große Zeit des »Isicathamyia« (»auf Zehenspitzen«/»beim Anschleichen«), ein ebenfalls nur von Männern praktizierter Stil, der international vor allem durch die südafrikanische Gruppe »Ladysmith Black Mambazo« bekannt wurde. Der Erfolg des Mbube und der nachfolgenden Stile führte zu vielen Gründungen von A-capella Formationen. Doch Nobunto ist vorerst die einzige Frauen-Band.
Heather Dube, Joyline Sibanda, Bridget Dube und Duduzile Sibanda sind mutige Vertreterinnen einer neuen Generation von Sängerinnen, die die Schönheit und den Reichtum ihrer Kultur zelebrieren und weitertragen. Sie kombinieren traditionelle simbabwische Musik, Gospel, Afro-Jazz und Crossover.
»Musik überwindet Grenzen zwischen Sprachen, Stämmen, Hautfarben und Ländern und Musik übertrifft in jedem Fall die Politik. Sie ist die Nahrung, mit der afrikanische Kinder ihr Leben leben und zu wunderschönen Geschöpfen heranwachsen.« (Claire Dangarembwa)
Mit ihren eigenen Kompositionen und ihren Texten setzen die fünf Frauen einen wichtigen Impuls für Veränderungen herkömmlicher Rollenmuster innerhalb ihres Landes und darüber hinaus. So sind die meisten ihrer Lieder auch Ausdruck und Aufruf für Solidarität, Gemeinschaft, Lebensmut und Bescheidenheit. Und auch ihr Name steht für alle diese Werte. Denn in dem Wort »Nobunto« steckt der Zulu-Begriff »Ubuntu«, den man etwa mit »Mutter der Menschlichkeit« übersetzen kann.
In ihrer Debüt-CD »Thina« präsentieren die fünf selbstbewussten Sängerinnen neben Liebes- und Hochzeitsliedern beispielsweise auch Texte über die grassierende Armut, über Kindesmissbrauch und sexuelle Gewalt. Im »Nobunto Chant« heißt es: »Wir sind die Jungfrauen des ›Ubuntu‹. Wir sind die Wächterinnen der afrikanischen Menschlichkeit – und der Mutterkontinent glaubt an uns. Wir sind Nobunto, ein Lied zum Stolz Afrikas.« Gesungen wird gleich in mehreren Sprachen: Englisch, Ndebele und Xhosa; letztere mit für unsere Ohren faszinierenden Klicklauten.
Die Stimmen der fünf Nobunto-Sängerinnen und ihre beeindruckende Bühnenpräsenz sind ein Erlebnis, das verbindet und nachhallt. Die Klänge einer Mbira und einer Djembe sowie energiegeladene Tanzeinlagen geben dem Konzert zusätzliche Kraft.
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